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Einzelhandel und die Gig Wirtschaft

veröffentlicht August 2017

Der Einzelhandel ist eine Branche, die sicherlich interessant sein wird im digitalen Zeitalter. Wie schnell sich der Einzelhandel in Deutschland verändern wird, wissen sicherlich die Experteren und ich bin mir sicher das es auch ein Kulturthema ist, denn in manchen Ländern wird diese Veränderung schneller passieren als in andere. Einige Länder sind noch auf den Einzelhandel fokussiert, und mit dem Thema e-Commerce noch garnicht so beschäftigt, wie zum Beispiel einige Entwickelungsländer. Ein Beispiel ist Namibia, hier ist der Begriff e-Commerce noch garnicht wirklich relevant und der Einzelhandel ist so stark wie nie. In Südafrika hingegen erkennen schon einige Einzelhändler zusätzliche Gelegenheit Umsatz zu machen mit e-Commerce.

Unternehmen müssen um einiges anpassungsfähiger sein und das mit einem erhöhten Tempo. Wenn man ehrlich ist, bewegt sich auch die Technologie in einem viel schnelleren Tempo, als was wir uns anpassen können. Dazu sollte man bedenken, dass einige Themen seit Anfang 2000 schon diskutiert werden. Während einige Unternehmen sich gut angepasst haben, scheinen andere das Thema fast vollständig zu ignorieren oder sind der Meinung das dies sie nicht treffen wird.

Wenn wir uns die Gig-Wirtschaft (gig economy) anschauen, könnte dies eine Lösung sein und kein Hindernis für den Einzelhandel. Auch wird es potenziell helfen, eine Verschiebung im Einzelhandel zu unterstützen.

Was genau ist die Gig Wirtschaft? Hängt davon ab, wen Sie fragen; es gibt diejenigen, die der Meinung sind dass es freiberufliche Arbeiter sind die auf kurzfristige Projekten arbeiten. Andere werden bestreiten, dass diese „Rollen“ nur ausgenutzt werden. Und ja es gibt viele Diskussionen darüber, wie die Arbeitsregelungen in komplexen Ländern diese Situation bewältigen soll. Allerdings zwei nennenswerte Punkte: 1.) Eine Studie von Intuit hat vorhergesagt, dass bis 2020, 40 Prozent der amerikanischen Arbeiter unabhängige Auftragnehmer sein werden (Freiberufler). 2.) Microsoft beschäftigt sich gerade mit der Schaffung einer internen Gig Wirtschaft.

Wenn wir uns nun den Einzelhandel angucken und hier mal das Beispiel USA nehmen. Hier sind die Einzelhandelsarbeitsplätze um 30% höher als in der Fertigung/Herstellung (und wenn man ehrlich ist, sinkt die Branche in der Fertigung/Herstellung seit 1980). Im vergangenen Jahr in den USA wurden etwa 4000 Geschäfte geschlossen und es sieht aus das sich diese Zahl in 2017 weiter erhöht. Allerdings sollte einem bewusst sein, das ist nicht, weil der Einzelhandel nicht mehr existieren wird in Zukunft, es ist einfach so, dass das Kunden Kaufverhalten sich verändert hat. Dieses Thema sollte in den Unternehmen als extrem wichtig gesehen werden. Die Einzelhandelsgeschäfte, sowie die Immobilienmakler und sogar die Finanzinstitute sind letztendlich alle direkt mit den Einzelhandelsgeschäften beschäftigt. Der Umbruch/Änderung kann Millionen von Arbeitnehmer beeinflussen. Die Einzelhandelsbranche in USA allein, laut Statistik, beschäftigt 15,9 Millionen Menschen, dies ist einer aus neun amerikanischen Arbeitsplätzen.

Was tun Unternehmen ihre Mitarbeiter vorzubereiten, wie bereiten sie sich auf AI (Künstliche Intelligenz), AR (Augmented Reality) und die Verschiebungen im Arbeitsmarkt vor? Diese sollten eigentlich Schlüsselthemen sein, den nur so kann man sicherzustellen, dass die richtige Fähigkeit bei Mitarbeitern vorhanden ist oder aber auch angelernt wird und das die richtigen Strukturen im Unternehmen existieren. Denn nur so können Unternehmen ihren Wettbewerbsvorteil erhalten.